Prävention im Straßenverkehr


(6.3.15 - schü) Am 6. März hat die 6. Klasse mit der Polizeiobermeisterin Melanie Wegendorf eine praktische Prüfung im Straßenverkehr durchgeführt. Dies geschah im Hinblick auf die vielen Gefahren, die der Straßenverkehr mit sich bringt. Eine theoretische Einheit erfolgte bereits am Montag vorher, so dass alle Teilnehmer theoretisch gut auf die Prüfung vorbereitet waren. In der Praxis zeigten sich beunruhigende Punkte...

Ein vermeintlicher Parcours sollte von den 20 Schülerinnen und Schulern angelaufen werden. Um dorthin zu gelangen, mussten sie mit der Polizei sowie ihrem Lehrer Daniel Dittert verschiedene Straßenübergänge passieren. Dies geschah auf der B 5 in Ludwigslust in Richtung Kummer. Doch vorher wurden die Schüler der sechsten Klasse in vier 5er Gruppen eingeteilt. Jedes der Kinder bekam eine Warnweste, die zur besseren Sichtbarkeit getragen werden sollte. Gespannt auf den bevorstehenden Parcours ging es los.

Die Gruppen gingen mit ihrem Lehrer und der Polizistin den Parcours ab. Die Kinder hatten die Polizei nach einer kurzen Strecke vergessen und trotteten ihrem Lehrer - ins Gespräch vertieft - hinterher. Die meisten der Schüler waren gespannt auf den bevorstehenden Test und merkten nicht, dass das Überqueren der Straße ohne die Ampel zu nutzen eine große Gefahr darstellt. Lediglich eine Schülerin bremste vor der Straße ab und nahm dann zusammen mit der Polizistin den regulären Weg über die Straße. Nachdem alle Gruppen die Strecke abgegangen waren, wurde der Test ausgewertet.

Im Auswertungsgespräch stellte die Polizistin fest, dass die Kinder die Regeln im Straßenverkehr durchaus beherrschen, sie dennoch schnell verwerfen, wenn eine Person dabei ist, auf die sie sich verlassen. Sie machte noch einmal deutlich, dass die Verantwortung im Straßenverkehr bei den Schülern selbst liegt und es wichtig ist, dass sie mit wachen Augen durch die Straßen gehen. (Merle Bötefür, Jannik Gottschalk und Paul Marchewski)

Die Schüler waren erschrocken, wie leicht sie doch zu beeinflussen sind:

"Ich fand die Prüfung cool, weil man gelernt hat, dass man sich nicht immer im Straßenverkehr auf andere verlassen kann - egal ob Mutti, Lehrer oder Kumpels." (Tom Herrmann)

"Manche haben den Trick durchschaut, haben es aber trotzdem falsch gemacht." (Malte Sonntag)

"Ich fand es geil, weil man sehen konnte, was Gruppenzwang bewirkt." (Dean Müller)

"Ich fand gut, dass wir unsere Fehler besprochen haben." (Paul Marchewski)

"Ich fand es gut, weil ich jetzt noch mehr darauf achten werde, dass ich besser aufpasse. Ich habe ein schlechtes Gefühl, weil ich fast alles falsch gemacht habe." (Jan Porstner)

"Ich fand es gut, weil ich vorher nicht gewusst habe, wie viele Fehler ich im Straßenverkehr mache und was ich nicht beachte." (Rebecca Seeger)

"Es war grässlich; ich wusste, dass es falsch ist, neben der Ampel über die Straße zu gehen, dennoch folgte ich wie ein Blöder dem Lehrer. Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass es wichtig ist auch Erwachsenen zu sagen, wie man es wichtig macht." (Louisa Böhringer)





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