Gärtnern macht Spaß!


(28.4.15 -El) Am ersten Donnerstag jedes Monats ist Unterricht in der Natur angesagt. Bärbel Paul, Timmys Mutter, kommt in die Schule und arbeitet mit wechselnden Schülergruppen. Im letzten Jahr hatten die Schüler vorgezogene Kürbispflanzen eingepflanzt, ihr Wachstum beobachtet und zum Schluss geerntet. Sie haben die Blätter in der Hand zerrieben - Puh, die rochen schrecklich! - und das Gewicht der Kürbisse geschätzt. Dafür haben sie erst eine Tüte Zucker in die Hände genommen und dann die Kürbisse. Da kamen beachtliche Schätzzahlen zustande ... 300 kg, ha-ha, was ein Kind doch so hoch stemmen kann! Sie haben die Kürbisse dann mit einer Waage gewogen. Immerhin: beachtliche 3,2 kg wog der schwerste Kürbis.

Die Schülerinnen und Schüler haben Beete von Unkraut befreit, Himbeer- und Johannisbeersträucher eingesetzt und das Erdbeerbeet sauber gehalten. Einige Himbeeren und mehrere Erdbeeren landeten auch zwischendurch schnell in ihren Mündern. Mit Anja Dittmann legten die Kinder ein Beet an und streuten dann Samen für eine Schmetterlingswiese aus. Sie hat den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst wunderschön geblüht und es wurden dort zahlreiche Schmetterlinge beobachtet. Anhand der dahinwelkenden und absterbenden Blumen konnten die Kinder die Vergänglichkeit der Natur miterleben.

Sie sollen in diesem Jahr beobachten, welche der Blumen wieder erblühen, denn nicht alle Samen waren einjährig. Im Spätherbst setzten sie Zwiebeln und Knollen der Frühblüher in die Erde und wir dürfen uns nun schon einige Zeit dieses Jahres an ihrer Blütenpracht erfreuen. Bei einem Rundgang über das Gelände stellte die Lerngruppe fest, dass die Plfanzen im Winter eine Ruhezeit einlegten. Aber das bedeutete, die Tiere konnten nun auch nicht mehr aus diesem Nahrungsangebot schöpfen. So überlegten sie, was sie tun könnten. Ein Aushang wurde gefertigt und damit zu einer Futtersammlung aufgerufen. Ein sehr originelles Futterhaus wurde aus einer Tetrapackung gebastelt und ein weiteres aufgehängt. Einige Kinder füllten die Futterstationen den Winter über immer wieder auf. Toll!

Diese kleinen Kästen haben die Kinder der 2. Jahrgangsstufe am Anfang des Jahres mit Anzuchterde gefüllt. Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sollten ausgesät werden. Was musste beachtet werden? Zuerst lasen die Kinder, was auf der Rückseite der Saattütchen geschrieben stand. Von Lichtkeimern und Dunkelkeimern war da die Rede. Also einige Kräuter mit Erde bedecken, die anderen nicht, damit sie bei ihrer Keimung nicht gehemmt werden.

Nach dem Aussäen noch etwas gießen und an einen sonnigen und warmen Platz stellen. Regelmäßig wurde die Erde von den Schülerinnen und Schülern nun befeuchtet und mit einer Haube abgedeckt. Bald zeigten sich die ersten Keimlinge. Sie wurden von den Erstklässlern der Lerngruppe pikiert und einzeln oder in kleinen Grüppchen umgetopft. Auch jetzt bleiben die Pflanzen noch an einem warmen und hellen Ort, werden weiter von den Kindern gegossen und beobachtet. Wir werden weiter von unseren Zuchterfolgen berichten! (Bärbel Paul)




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