Osterferien 2017


Die erste Woche der Osterferien stand im Zeichen der Karwoche.
Die Karwoche – eine entscheidende Etappe auf dem Weg von Aschermittwoch bis Ostern. Diese Woche hat ihren Namen vom mittelalterlichen „char" und „kara", das soviel heißt wie Trauer und Klage. Diese Woche ist dem Gedächtnis des Leidens Jesu gewidmet und erinnert uns an die wichtigsten Ereignisse, die zur Entstehung des Christentums geführt haben.
Den ersten Ferientag begannen wir mit einem Morgenkreis, in dem wir gemeinsam beteten und die Angebote des Kreativtages besprachen. Alle Hortkinder hatten Kerzen oder ausgepustete Eier mitgebracht.
Im Spieleraum verzierten die Kinder alles „Mitgebrachte" und ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Die Eier wurden bepinselt, betupft und mit allerlei bunten Farben verziert. Für die Gestaltung der Kerzen standen Wachsmalplatten und Kerzenstifte zur Verfügung.
Mit viel Kreativität und Eifer waren die Kinder am Werk und kreierten ihre eigenen Osterdekorationen, welche sie mit nach Hause nahmen.

Am Dienstag hieß es für einige Kinder Eier, Zucker, Mehl und Milch zu verrühren, die Zutaten wurden vorher natürlich abgewogen und der Teig wurde in die Osterlämmerformen gefüllt. Leider haben es nicht alle Osterlämmer nach dem Backen „unbeschadet" aus der Form geschafft, aber Dank Zuckerguss und den kreativen Händen der Kinder konnten wir die Osterlämmer „retten" und in der Schulzeit den einzelnen Lerngruppen überreichen.

Am Mittwoch Vormittag haben einige Kinder zwei verschiedene Sorten Brot für das Agapemahl (Donnerstag) gebacken.
Um zehn Uhr gingen wir alle gemeinsam in die katholische Kirche, dort angekommen, stellte die Kinder Fragen, die sie beschäftigten.
Es herrschte Stille und Gespanntheit auf das Bevorstehende – der Kinderkreuzweg.
Alle versammelten sich um den Altar und reichten sich die Hände. Frau Kleine und Frau Badel hatten sich auf den Kinderkreuzweg vorbereitet und alle Materialien auf den Altar bereitgestellt. Für die sechs Stationen gab es entsprechende Symbole, zwei Kinder gingen mit der Jesuskerze und dem entsprechenden Symbol und stellten sich vor das Bild in der Kirche. Zu jeder Station gab es Texte, die die Erzieherinnen vorgelesen haben und Fürbitten, die von Kindern vorgelesen wurden. Andächtig verließen alle die Kirche. Auf dem Rückweg in den Hort verarbeiteten die Kinder den Kinderkreuzweg unterschiedlich. Es gab Gespräche über das Erlebte, das bevorstehende Osterfest oder ein paar Kinder nutzten den Rückweg um sich Auszutoben.

Der Donnerstag Vormittag stand im Zeichen der Vorbereitungen für das Agapemahl.
Für das Mahl wurde das Essen zubereitet und angerichtet, das „Tutti Gusti" geschmückt, die Tische wurden festlich eingedeckt und dekoriert.
Die anwesenden Erzieherinnen leiteten das Mahl ein. Es wurde über die Bedeutung des Agapemahles gesprochen, gesungen, gebetet und wer wollte, konnte sich die Füße waschen lassen, so wie Jesus es bei seinen Freunden tat.
Alle Kinder genossen die selbst zubereiteten Speisen und die besondere Atmosphäre bei diesem Agapemahl.

Die zweite Ferienwoche stand im Zeichen der gemeinsamen Zubereitung der Mittagsmahlzeiten. Im Morgenkreis am Dienstag wurde das Geheimnis gelüftet, was sich hinter dem Outdoortag verbarg. Die Kinder durften eine Suppe über dem offenen Feuer kochen. Die Zutaten hatte Frau Badel am Morgen eingekauft und die Kinder konnten Möhren, Blumenkohl, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohlrabi schälen und in Stücke schneiden. Einige Kinder bereiteten die Feuerstelle vor, holten Holz, Tische und die Kochutensilien. Es war abenteuerlich im Innenhof der Schule zu kochen. Als Erstes musste das Holz brennen und Wasser in den Kochkessel gegossen werden. Und ehe das Wasser so kochte, dauerte es ganz schön lange, die Zutaten wurden in den Kessel gefüllt, regelmäßig umgerührt und zum Schluss wurde die Suppe abgeschmeckt.
Die Mittagsmahlzeit an der frischen Luft schmeckte allen Schülern und Erzieherinnen lecker.
Der letzte Ferientag war der Mittwoch und an dem Tag sollte es selbst zubereitete Crêpes geben, welche die Kinder herzhaft oder süß belegen konnten. Die Kinder wurden in Gruppen eingeteilt: Teig zubereiten, Crêpefüllungen zubereiten und Crêpes backen. Im Schulhaus roch es so lecker und alle Kinder aßen die Crêpes mit Genuss.