Integration


An unserer Schule soll behinderten und nicht behinderten Kindern sowie Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Möglichkeit gegeben werden, miteinander und voneinander zu lernen. Die besondere pädagogische Ausrichtung der Schule bietet die Möglichkeit, Kindern mit unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen und Lerneinschränkungen gerecht zu werden. Sie werden im gemeinsamen Unterricht sowie in speziellen Förderstunden gefördert.

Nach Möglichkeit unterrichten in einer solchen gemischten Lerngruppe zwei Erwachsene im Team. Dabei nutzen sie alle pädagogischen Möglichkeiten innerer und äußerer Differenzierung, damit alle Kinder individuell nach ihren jeweiligen Lernzielen lernen können. Behinderten Kindern steht meist ein Integrationshelfer zur Seite, den die Eltern beantragen müssen, und der das Kind über den Schultag hinweg begleitet.

Unsere Schule möchte grundsätzlich jedem Kind die Möglichkeit eröffnen, Schüler der Schule zu werden. Die Integrationsmöglichkeit ist dabei jeweils an unterschiedliche Voraussetzungen (räumliche Bedingungen, Personal, Fördermöglichkeiten) gebunden, die mitunter nicht in jedem Fall durch die Schule erfüllt werden können. Von daher ist ein klärendes Gespräch vor der Aufnahme des betreffenden Kindes mit den Eltern erforderlich. Jede Integration eines Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist eine Einzelfallentscheidung. Wir möchten uns gemeinsam darüber klar werden, ob wir dem Kind gerecht werden können.

Förderpläne werden für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen, spezifischen Lernrückständen, sonderpädagogischem Förderbedarf und besonderer Begabung geführt. Sie beinhalten Angaben zur Schullaufbahn, Ausgangssituationen, Zielstellung, Fördermaßnahmen, Elternarbeit, Zeitplan, Entwicklungsstand und –möglichkeiten.

Was bedeutet nun der Begriff der "individuellen Förderung" für alle unsere Schüler? Individuell bedeutet nicht Einzelbetreuung oder Einzelunterrichtung, denn die kann Schule nicht leisten. Individuell ist unser Blick auf das Kind, den wir aufgrund unseres christlichen Menschenbildes als einzigartig wahrnehmen. Individuell betrachten wir die Stärken oder Schwächen des Kindes und gehen im gemeinsamen Unterricht, besonders in der Freiarbeit, gezielt darauf ein. Wo besteht individueller Hilfebedarf? Welches spezielle Problem müssen wir jetzt bearbeiten? Es können nicht alle Kinder als einheitliche Masse betrachtet werden, die in eine Richtung laufen und zur gleichen Zeit das Gleiche lernen. Mitunter bestehen Entwicklungsunterschiede von drei Jahren bei gleichem Lebensalter. Im Hort gibt es eine eigens eingerichtete Lesezeit für schwache Leser, damit sie mehrmals in der Woche das Lesen und Verstehen trainieren können. Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule fördern einzelne Schüler oder Kleingruppen am Nachmittag, in ihrer Frei- oder Vorbereitungszeit, indem sie sich individuell mit ihnen beschäftigen. Für die Schüler der fünften Klasse gibt es in diesem Schuljahr erstmals den Englisch- und den Matheclub für die Kinder, die in diesen Fächern noch Schwierigkeiten haben. Auch dies wird durch Lehrer in ihrer Freizeit geleitet, damit alle gute Voraussetzungen zum Lernen bekommen.